Passo del Forno
2'149 m
Graubünden
Der Ofenpass – Pass dal Fuorn auf Rätoromanisch – steigt auf 2.149 Meter zwischen Zernez im Engadin und dem Val Müstair nahe der italienischen Grenze und unterscheidet sich von jeder anderen Schweizer Passstraße: Er führt direkt durch den Schweizer Nationalpark, das älteste und strengstens geschützte Naturschutzgebiet des Landes, wo man den Pfad nicht verlassen, eine Blume pflücken oder einen Baum fällen darf, und der gesamte Lebensraum bleibt von menschlichen Händen unberührt.
AUFFAHRT
HÖHENPROFIL
ROUTENKARTE
BESCHREIBUNG
Der Ofenpass – Pass dal Fuorn auf Rätoromanisch – steigt auf 2.149 Meter zwischen Zernez im Engadin und dem Val Müstair nahe der italienischen Grenze und unterscheidet sich von jeder anderen Schweizer Passstraße: Er führt direkt durch den Schweizer Nationalpark, das älteste und strengstens geschützte Naturschutzgebiet des Landes, wo man den Pfad nicht verlassen, eine Blume pflücken oder einen Baum fällen darf, und der gesamte Lebensraum bleibt von menschlichen Händen unberührt. Hier gibt es keine dramatischen Haarnadelkurven, sondern eine ruhige, fließende Fahrt durch dichten Bergwald. Sogar der Name erzählt eine Geschichte: Im späten Mittelalter wurde hier Eisenerz abgebaut und verhüttet, und daher stammt der Name Ofenpass – "Ofen" –; die Ruinen dieser alten Öfen sind noch von nahegelegenen Wegen aus zu sehen.
Und dies ist wirklich wildes Land. Im Juli 2005 wurde ein Braunbär nahe dem Pass fotografiert – die erste Sichtung eines wilden Bären in der Schweiz seit 1923 – ein Zeichen dafür, wie ungezähmt der Park geblieben ist (das Gebiet verbirgt auch eines der größten lebenden Wesen Europas, einen riesigen Honigpilz, der auf etwa tausend Jahre geschätzt wird). Und am östlichen Fuß des Passes, in Müstair, steht das Benediktinerkloster St. Johann, ein UNESCO-Weltkulturerbe, das berühmt ist für seine Wandmalereien aus etwa 800 n. Chr., eine der ältesten bemalten Kirchen der Alpen.
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