2'048 m
Wallis
Die Moosalp ist kein großer Übergang, sondern ein hochgelegenes, sonnenverwöhntes Plateau auf 2.048 Metern, das über die alten Walliser Dörfer Bürchen, Törbel und Zeneggen auf der Terrasse hoch über dem Vispa-Tal unter dem Augstbordhorn ragt.
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BESCHREIBUNG
Die Moosalp ist kein großer Übergang, sondern ein hochgelegenes, sonnenverwöhntes Plateau auf 2.048 Metern, das über die alten Walliser Dörfer Bürchen, Törbel und Zeneggen auf der Terrasse hoch über dem Vispa-Tal unter dem Augstbordhorn ragt. Es ist ein Balkon aus alpinen Weiden, Lärchenwäldern und kleinen Tümpeln, mit weitreichenden Ausblicken über das Rhonetal bis zur Kette der Berner Alpen – eines der beliebtesten Tagesausflugsziele in der Region, und für Straßenradfahrer eine anstrengende Steigung von etwa 1.400 Metern durch sonnenverwöhnte Dörfer und Weinberge.
Doch diese ruhigen Weiden haben einen überraschenden Anspruch auf Ruhm. Seit einem Dorfsvertrag von 1483 verwalten die Gemeinden hier ihre Wiesen, Wälder und Wasserkanäle kollektiv nach klaren Regeln – und die Allmenden von Törbel, zu denen auch die Moosalp gehört, wurden zu einem zentralen Fallbeispiel dafür, wie gemeinsame Ressourcen verwaltet werden können. Der Anthropologe Robert Netting dokumentierte das System in Balancing on an Alp (1981), und die Politikwissenschaftlerin Elinor Ostrom baute auf seiner Arbeit in Governing the Commons (1990) auf, eine Forschung, die ihr einen Anteil am Nobelpreis für Wirtschaft 2009 einbrachte, der erste, der einer Frau verliehen wurde. So half diese bescheidene Weide zu beweisen, dass Gemeinschaften über Jahrhunderte hinweg gemeinsam genutztes Land nachhaltig bewirtschaften können. Und ein Stück der berühmten Sahnetorte des Restaurants Moosalp, das weit und breit bekannt ist, ist eine angemessene Belohnung an der Spitze.
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