Maloja
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Maloja

1'815 m

Graubünden

Der Maloja-Pass, auf 1.815 Metern, verbindet das Engadin mit dem Val Bregaglia und führt hinunter nach Chiavenna in Italien.

HC
761
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Der Maloja-Pass, auf 1.815 Metern, verbindet das Engadin mit dem Val Bregaglia und führt hinunter nach Chiavenna in Italien. Seine große Eigenart ist seine Form: Vom Engadin aus gibt es keinen Anstieg. Das hochgelegene Seeplateau läuft einfach aus, und die Straße kippt über die Kante und stürzt in etwa zweiundzwanzig Serpentinen nach Italien hinunter, während der Pass selbst die Grenze zwischen den Einzugsgebieten des Inn und des Po markiert. Direkt darüber, unter dem Piz Lunghin, liegt eines der seltenen dreifachen Wasserscheiden Europas: Der hier fallende Regen teilt sich in drei Meere – die Nordsee über den Rhein, das Schwarze Meer über den Inn und die Donau und die Adria über den Po. Der junge Inn entspringt selbst in einem kleinen See unter dem Gipfel.
Trotz seiner bescheidenen Höhe zieht der Maloja seit langem Künstler an. Nietzsche verbrachte sieben Sommer mit Schreiben im Engadin, direkt oberhalb der Seen in Sils Maria, und der Maler Giovanni Segantini ließ sich 1894 hier nieder und machte den Pass zu seinem Atelier bis zu seinem Tod 1899; er ist neben der kleinen weißen Kirche in Maloja begraben. Das Tal darunter hat auch eine rauere Vergangenheit: Vom frühen 19. Jahrhundert bis weit ins 20. Jahrhundert war das Schmuggeln von Lebensmitteln, Tabak und Getränken über die Grenze ein wertvoller Lebensunterhalt für die Menschen der Bregaglia und des Engadins. Tief genug, um auch im Winter offen zu bleiben, ist der Maloja das ruhige Gelenk zwischen dem rätoromanischen Norden und dem italienischen Süden.

NAME
Castasegna
STARTHÖHE
700 m
GIPFELHÖHE
1'815 m
DISTANZ
21.7 km
HÖHENGEWINN
1'121 m
NETTOHÖHENGEWINN
1'115 m
Ø STEIGUNG
5.1%
MAX. STEIGUNG
13.2%
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