1'843 m
Graubünden
Der Glaspass, auf 1.846 Metern, ist ein abgelegener Übergang im zentralen Graubünden, der das Domleschg rund um Thusis mit dem verborgenen Safiental im Naturpark Beverin unter dem Piz Beverin verbindet.
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HÖHENPROFIL
ROUTENKARTE
BESCHREIBUNG
Der Glaspass, auf 1.846 Metern, ist ein abgelegener Übergang im zentralen Graubünden, der das Domleschg rund um Thusis mit dem verborgenen Safiental im Naturpark Beverin unter dem Piz Beverin verbindet. Über viele Jahrhunderte war er die wichtigste Verbindung zum abgelegenen Safiental, einem ansonsten abgeschotteten Tal, das im Norden durch die Versam-Schlucht blockiert und im Süden von Gipfeln umringt ist. Über diesen Pass wanderten im 14. Jahrhundert Walser-Siedler, die von Safien auf den Heinzenberg überquerten, um die hochgelegenen, verstreuten Höfe von Tschappina zu gründen; über Generationen trieben sie ihr Vieh über den Glas bis zum Markt in Thusis – einem Knotenpunkt auf der alten Handelsstraße durch die Via Mala – und kehrten mit Waren aus Italien zurück. Sein Name stammt nicht von Glas, sondern vom rätoromanischen claus, einem "Eingeschlossenen".
Heute ist der Glaspass eine ruhige Sackgasse: Die asphaltierte Straße steigt von Thusis über den Heinzenberg an, endet jedoch kurz hinter dem Gipfel, und nur ein Fußweg führt hinunter nach Safien-Platz. Das wahre Schauspiel ist der Boden selbst – der Hang des Heinzenbergs ist ein riesiges aktives Rutschgebiet, dessen halbmondförmige Narben bis zur Kante verlaufen, und 1910 wurde der kleine Lüschersee abgelassen, um ihn zu zähmen. Vom Gasthaus am Pass reicht der Blick über den Piz Beverin und das Safiental. Einst eine lebenswichtige Lebensader, ist der Glas jetzt ein ruhiger, halbvergessener Balkon.
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