2'382 m
Graubünden
Der Flüelapass steigt auf 2.383 Meter zwischen Davos und Susch im Unterengadin, einer der drei asphaltierten Hochstraßen, die das Engadin mit dem nördlichen Graubünden verbinden, neben dem Julier und dem Albula.
AUFFAHRT
HÖHENPROFIL
ROUTENKARTE
BESCHREIBUNG
Der Flüelapass steigt auf 2.383 Meter zwischen Davos und Susch im Unterengadin, einer der drei asphaltierten Hochstraßen, die das Engadin mit dem nördlichen Graubünden verbinden, neben dem Julier und dem Albula. Der europäische Wasserscheide zwischen dem Atlantik und dem Schwarzen Meer verläuft direkt über seinen Gipfel. Jahrhunderte lang war es eine beschwerliche Maultierhandelsroute: Die Bauern von Davos transportierten ihre Waren und ihr Vieh nach Süden ins Unterengadin, ins Vintschgau und bis nach Bozen, und kehrten beladen mit dem Salz zurück, das damals so geschätzt wurde – bis 1867 eine Straße für pferdegezogene Postkutschen darüber gebaut wurde. Das Flüela-Hospiz steht noch immer am windgepeitschten Gipfel.
Über Generationen hinweg wurde die Straße mit großem Aufwand den ganzen Winter über offen gehalten, aber als 1999 der Vereina-Eisenbahntunnel eröffnet wurde, wollte der Kanton sie in den schneereichen Monaten nicht mehr räumen – und es wurde ein freiwilliger Verein, "Pro Flüela", gegründet, um einen Teil davon offen zu halten. Heute fühlt sich der Flüela mehr wie eine ruhige, malerische Zielstraße als wie eine Transitroute an. Und eine schöne Tradition besteht fort: Jeden Dienstag im Sommer fährt eine historische Postkutsche mit sechs Pferden noch von Davos-Platz zum Flüela-Hospiz und zurück, genau wie vor der Zeit des Automobils.
GEWÄHLTE AUFFAHRT