872 m
Waadt
Der Chalet-à-Gobet ist kaum ein Pass – ein sanfter bewaldeter Sattel auf 872 Metern im Jorat-Plateau, dem bewaldeten Dach der Stadt Lausanne, das sich bis zum See erstreckt.
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HÖHENPROFIL
ROUTENKARTE
BESCHREIBUNG
Der Chalet-à-Gobet ist kaum ein Pass – ein sanfter bewaldeter Sattel auf 872 Metern im Jorat-Plateau, dem bewaldeten Dach der Stadt Lausanne, das sich bis zum See erstreckt. Der kleine Pass bietet Zugang nach Norden in Richtung Bern und markiert den Wasserscheide zwischen den Einzugsgebieten des Rhône und des Rheins. Sein Name soll von Jean Gubet stammen, Bürgermeister von Lausanne im Jahr 1448. Rund um ihn erstreckt sich der Jorat, der größte zusammenhängende Wald im Schweizer Mittelland – sein Name, wie Jura, stammt vom keltischen Wort für Wald – ein Massiv, das so reich an Feuchtgebieten und Sümpfen ist, dass es, falls der Genfersee jemals stark verschmutzt werden sollte, die Region mit Wasser versorgen könnte.
Dieser große Wald hat eine dunklere Vergangenheit: Einst von der Kirche verwaltet, wurde er zum Versteck der "Jorat-Räuber", Banden von Banditen, die mit Messern, Schwertern und Knüppeln bewaffnet waren und die Pilger, Händler und Adelige überfielen, die ihn durchquerten. Heute ist er insgesamt sanfter – das Herz des Parc naturel périurbain du Jorat – während der Chalet-à-Gobet selbst zu Lausannes grünem Spielplatz geworden ist: die renommierte EHL-Hotelfachschule, zwei Golfplätze und das World Archery Excellence Centre, das 2016 eröffnet wurde, mit der grasbewachsenen Ebene von Mauvernay und seinen Wäldern ein Genuss für Wanderer, Jogger und Mountainbiker – und vor allem ein beliebter Trainingsanstieg für die Straßenradfahrer der Stadt. Kein Gebirgspass, sondern die grüne Lunge und die hohe Schwelle von Lausanne.
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